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Ringelshirt als Hoodie-Ersatz

Schnitt: "Big Easy-Peasy T" von Stoffwechsel inkl. Kragenerweiterung

Stoff: "Vanadis" in hellblau von Hilco

Fotos: Holger Prothmann

Musik: George Ezra, Album: Wanted on Voyage 

Über die vielen tollen Hoodie-Schnittmuster, die in den letzten Monaten den Markt überschwemmten, wird so oft gebloggt. Bei jeder Linkparty habe ich die unterschiedlichsten Varianten bewundert und beneidet. Ja, warum näht sie sich denn dann nicht selbst einen, werden jetzt viele denken. Nun, weil eigentlich alle immer aus Kuschelsweat, Alpenfleece, oder ähnlichem genäht wurden. Und mir persönlich wäre das zu warm. Ich möchte so einen Hoodie nicht zum Rausgehen, also nicht als Jackenersatz sozusagen, sondern als "normales" Oberteil. 

Also überlegte ich mir eine Alternative. 

Da ich das Schnittmuster "Big Easy-Peasy T" bereits mehrfach genäht habe und es wirklich gut passt und sehr angenehm zu tragen ist, legte ich mir die Kragenerweiterung zu. Dieses Add On beinhaltet einen Wickelkragen, einen Loopkragen und eine Kapuze.

Nun konnte ich das Experiment starten und aus einem dünnen Jersey ein Hoodie-Nachahmung nähen. :-)

Das waren nun also die ersten Versuche mit Kuschelkragen, Ösen, Tunnelzug und Kordel. Bei diesem Projekt habe ich auch zum ersten Mal SnapPap verarbeitet. 

Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Nur der Kragen machte etwas Schwierigkeiten. Damit er aufgrund des dünnen Jerseys nicht zu wabbelig wird, habe ich auf einer Seite Volumenvlies aufgebügelt. Nach dem Annähen und der ersten Anprobe war er aber seeeeehr steif und der Kragen stand wie eine eins. Er ging mir bis über die Augen. Also trennte ich ihn wieder ab und kürzte ihn um ganze sieben Zentimeter. Somit konnte ich wenigstens wieder aus den Augen kucken, aber es sah immer noch so aus, als würde ich eine Halsmanschette tragen. Ich beschloss, es einfach mal zu riskieren. Ich machte den Tunnel, die Korden und die Säume voll fertig und stecke das Shirt einfach mal in die Waschmaschine in der Hoffnung, dass das Volumenvlies noch etwas knautschiger wird. Und was soll ich sagen, es hat geholfen. 

Und damit ich etwas Übung bekomme beim Verarbeiten von SnapPap und Ösen, habe ich auf der Kragenrückseite auch gleich noch einen kleinen Eyecatcher angebracht. 

Ich trage dieses Shirt wirklich sehr gerne. 

Ich denke, ich werde auch mal versuchen, einen Hoodie aus Sommersweat zu machen. Mein Herbstkleid ist auch aus einem Sommersweat und ich kann es durchaus in geheizten Räumen tragen. Nur der wuchtige Kragen ist dann manchmal etwas zu warm, auch deshalb, weil er ziemlich nah am Hals anliegt. Aber mit diesem Wissen könnte ich ja einen Hoodie diesbezüglich anpassen.

 

Welche Experimente habt ihr schon durchgeführt? Geglückt oder missglückt?

 

LG

Natalie

 

Verlinkt bei: Rums, Weibsdinge, Crealopee,

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Kommentare: 4
  • #1

    Chrimona (Donnerstag, 18 Januar 2018 09:05)

    Hallo Natalie,
    Dein Ringelshirt ist einfach wunderbar und natürlich absolut geglückt ;-) ...und sehr ordentlich genäht. Der Stoff gefällt mir persönlich auch sehr gut...denn ich bin ein Blau / Hellblau Fan.
    LG Christina

  • #2

    Natalie (Donnerstag, 18 Januar 2018 15:31)

    Vielen lieben Dank, Christina.

  • #3

    Peggy (Dienstag, 27 Februar 2018 19:44)

    Hallo Natalie, dein Ringelhoodie ist ganz Klasse geworden und steht dir ausgezeichnet. Da ich mich zum Ösen einschlagen immer zu dösig anstelle habe ich diese Aufgabe meinem Mann übertragen. ;-) So ganz glücklich ist er damit nicht, aber irgendwie müssen ja ab und an mal Ösen eingeschlagen werden.
    LG Peggy

  • #4

    Natalie (Mittwoch, 28 Februar 2018 13:17)

    Vielen lieben Dank, Peggy! :-)
    Ja, bei Ösen muss ich auch immer ganz bei der Sache sein und mir Zeit nehmen. Sonst sind sie schief, oder haben Dellen oder sind falsch herum eingeschlagen. Aber vermutlich macht auch hier die Übung den Meister.
    LG
    Natalie